Die 5 Todesopfer vom 17. Januar 1937

17 Jan

An diesem Tag entscheid sich das frühe Ende von fünf Einwanderern nach „Sowjetrussland“. Sie kamen als Freunde, und wurden an diesem Tag verhaftet, oder verurteilt.

Als „Faschisten, Konterrevolutionäre oder Spione“. Aus Frankfurt am Main, aus Wien, aus Riga, aus Polen und aus Hamburg.

VERGESST SIE NICHT!

 

Rigutini, Ernesto (Vater Silvio), geb. 1898 in Frankfurt/Main, Deutscher, Sohn eines Lehrers, mittlere Bildung, parteilos; Kunstmaler im biologischen Mu-seum »Timirjazev«, wohnhaft in Siedlung Krylatskoe 165, Kuncevo, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 17. Januar 1938; beschuldigt der Zugehörigkeit zu einer faschistischen Organisation, konterrevolutionärer Tätigkeit gegen die Sowjet-macht und der Verbindungen zu Deutschen, Italienern und Letten, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 23. März 1938 zum Tode verurteilt, am 7. April 1938 erschossen. Rehabilitiert am 14. September 1989. Bestattungsort Butovo.

 

Hebert/Gebert? (russ. Gebert), Karl (Koppert, Jan; Vater Theodor), geb. 1894 in Wien, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Me-chaniker im Werk »E · lektrostal’«, wohnhaft in der Werksiedlung 32, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 17. Januar 1938; beschuldigt der Spionage für Deutsch-land, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 29. Juli 1938 zum Tode verurteilt, am 9. August 1938 erschossen. Rehabili-tiert am 9. Februar 1959. Bestattungsort Butovo.

 

Trepke, Alexander (Vater Paul), geb. 1898 in Riga, Deutscher, aus einer Inge-nieursfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Architekt und Kunstmaler beim Me-troprojekt, wohnhaft in Moskau, ul. Kolodeznaja 5, Baracke 3 des ingenieur-technischen Personals. Verhaftet am 17. Januar 1938; beschuldigt der Spionage für Österreich und systematischer konterrevolutionärer antisowjetischer Pro-paganda, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 23. März 1938 zum Tode verurteilt, am 7. April 1938 erschossen. Re-habilitiert am 4. Oktober 1989. Bestattungsort Butovo.

 

Weber, Karl (Vater Adolf), geb. 1894 in Polen, Deutscher, aus einer Arbeiterfa-milie, mittlere Bildung; Schlosser in der 1. Druckerei des Verlages »Transz ˇel-dorizdat«, wohnhaft in Moskau, ul. Krassina 7. Verhaftet am 17. Januar 1938; beschuldigt der Spionage, von der Kommission des NKVD und der Staats-anwaltschaft der UdSSR am 15. Februar 1938 zum Tode verurteilt, am 28. Fe-bruar 1938 erschossen. Rehabilitiert am 28. August 1958. Bestattungsort Butovo.

 

Passarge, Carl Albrecht (Allinger, Karl; als Autor Rieckmann, Deike), geb. am 27. Januar 1908 in Lübeck, wohnte in Hamburg, Lachnerstraße 1, emigrierte in die UdSSR. Am 12. Dezember 1937 verhaftet, am 17. Januar 1938 zum Tode verurteilt, am 29. Januar 1938 in Leningrad erschossen.

 

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