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Terner, Andrè (Vater Andrè), geb. 1896 in Wien, verhaftet am 29.3.1938

28 Mrz
Am 29.März 2013 ist Karfreitag. Die Christen gedenken an diesem Tag der unvorstellbar grausamen Tötung des Jesus von Nazareth am Kreuz von Golgatha.
Aber auch danach gab es noch so furchtbar viele Golgathas. Bei den völkermörderischen Kreuzzügen, der Inquisition und den Hexenverbrennungen, in Auschwitz und in MyLai in Vietnam.
Heute erinnern wir an Andre Tener, einen Taxifahrer aus Wien, den die Begeisterung für den ersten Arbeiterstaat – wie Millionen glaubten – nach Moskau zog, wo er seinen Beruf in den Dienst der „neuen Gesellschaft“ stellen wollte. Am Karfreitag vor 75 Jahren wurde er als „Spion“ verhaftet, drei Monate später erschossen.
Wenn dieser eine, wie viele Hunderttausende an politischen Morden an GenossInnen und SympathisantInnen überhaupt einen Sinn haben kann, dann nur, dass sich sowas NIE wiederholen darf. Deshalb brauchen wir die Erinnerung!
An die Kreuzigung Jesu, wie an die Erschiessung des Wiener Taxifahrers Andre Terner:
 
 
Terner, Andrè (Vater Andrè), geb. 1896 in Wien, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Kraftfahrer im 1. Moskauer Taxibetrieb, wohnhaft in Moskau, ul. Malaja Dmitrovka 5. Verhaftet am 29. März 1938; beschuldigt der Spionage für Deutschland, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 23. Mai 1938 zum Tode verurteilt, am 7. Juni 1938 erschossen. Rehabilitiert am 21. November 1957. Bestattungsort Butovo.
 
 
 
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