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Die 42 zum Tode Verurteilen vom 1. November 1937

2 Nov
Sie kamen aus Ülzen, Hamburg, Kassel und Berlin, aus Bühren, aus Wedel a.d.Lippe, aus Oberndorf/Neckar, Brandenburg/Havel, aus Bochum, aus Hildesheim, aus Rosenheim, Halle/Saale und Leipzig, aus Österreich, Danzig und Callenberg/Sachsen, aus Frankfurt/Main, Altenburg, aus Rottweil, Metz und aus Guben. Die meisten waren sehr jung, alle kamen als begeisterte Freunde der Sowjetunion in dies Land. Alle wurden am 1. November 1937 zum Tode verurteilt und wenige Tage später erschossen. Die meisten von ihnen sind heute unbekannt, an ihren Heimatorten. Und hätten doch ein jeder einen Stolperstein verdient. Ehrt ihr Andenken!
Bart(h)els, Bernhard (Vater Georg), geb. 1890 in Ülzen, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Dolmetscher bei der Komintern, wohnhaft in Moskau, ul. Gor'kogo 36 (Hotel »Lux«). Verhaftet am 3. August 1937; beschuldigt der Teilnahme an der Organisation »Bund der Deutschen in der Ukraine«, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 er-schossen. Rehabilitiert am 29. Dezember 1956. Bestattungsort Butovo.
 
Borosch, Friedrich (Vater Karl), geb. 1913 in Hamburg, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Modellierer im Kolomensker Werk für Maschinenbau, wohnhaft im Haus des Kolomzavod 85, Kolomna, Mos-kauer Gebiet. Verhaftet am 20. August 1937; beschuldigt der Teilnahme an ei-ner faschistischen Spionageorganisation, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 4. Juni 1959. Bestattungsort Butovo
 
 
Borosch, Karl (Vater Wilhelm), geb. 1892 in Hamburg, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, Grundschulbildung, parteilos; Eisengussmodellierer im Kolo-mensker Werk für Maschinenbau, wohnhaft im Haus des Kolomzavod 85, Kolomna, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 30. Juli 1937, beschuldigt der Teil-nahme an einer terroristischen Spionageorganisation im Kolomensker Werk, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Re-habilitiert am 4. Juni 1959. Bestattungsort Butovo.
 
 
 
 
Det(t)ner Fritz (Vater Friedrich), geb. 1905 in Kassel, Deutscher, Staatsbürger Deutschlands, Hochschulbildung, parteilos; zuletzt arbeitslos, früher tätig im Sektor Auslandssendungen des Allunions-Radiokomitees, wohnhaft in Mos-kau, Bol's ˇoj Afanas'evskij pereulok 5. Verhaftet am 2. August 1937; beschuldigtder Verbindung zu Trotzkisten und des Verdachts der Spionage, von der Kom-mission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 4. Oktober 1989. Bestattungsort Butovo.
Dolski, Alfons (Vater Eduard), geb. 1909 in Berlin, Deutscher, aus einer Ar-beiterfamilie, mittlere Bildung, Politemigrant, seit 1934 Bürger der UdSSR;Schleifer im Werk Elektrozavod, wohnhaft in Moskau, Werksiedlung, Par-kovyj pereulok 2. Verhaftet am 2. August 1937; beschuldigt der konterrevo-lutionären Propaganda unter Arbeitern und der Verleumdung von Partei-und Regierungsführung, von der Kommission des NKVD und der Staats-anwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. No-vember 1937 erschossen. Rehabilitiert am 12. September 1957. Bestattungsort Butovo.
 
Emich-Kapustina, Emma (Vater Alexander), geb. 1903, Angestellte in Moskau; Datum und Grund der Verhaftung und Einweisung in das Lager Solovki nicht angegeben; auf Beschluss der Sonderberatung der NKVD-Verwaltung für das Leningrader Gebiet mit weiteren 1110 Häftlingen dieses Lagers in den Forst Sandormoch/Karelien überführt und dort am 1. November 1937 erschossen.
 
Falter, Wilhelm (Vater Franz), geb. 1885 in Bühren/Westfalen, Deutscher, aus ei-ner Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, seit 1904 SPD, 1920-1930 KPD, seit 1930 KPdSU; Schlosser im Schacht Nr. 9 in S ˇc ˇjokino-Ogarjovka, wohnhaft in der Sied-lung des Schachtes Nr. 9, Gebiet Tula. Verhaftet am 23. September 1937; beschuldigt der Spionage und der Übergabe geheimer Auskünfte an einen aus-ländischen Geheimdienst, von der Kommission des NKVD und der Staatsan-waltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. No-vember 1937 erschossen. Rehabilitiert am 18. Mai 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Galperin (Halperin), David (Vater Lasar), geb. 1891 in Polen, Jude, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, seit 1920 KPD, lebte bis 1933 in Dresden, seit Mai 1933 in der UdSSR, Mitglied der deutschen Sektion der Komintern; Mitarbeiter in der Tabakfabrik »Java«, wohnhaft in Moskau, Sus ˇc ˇovskij val 6. Ver-haftet am 3. August 1937; beschuldigt der Spionage für einen ausländischen Staat, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 18. Juni 1964. Bestattungsort Butovo.
 
Halle, Felix (Vater Albert), geb. 1884 in Berlin, Deutscher, Hochschulbildung, Professor, KPD; zuletzt am Institut für juristische Wissenschaften des Volks-kommissariats für Justiz der UdSSR tätig, wohnhaft in Moskau, Zemljanoj val 23/25. Verhaftet am 5. August 1937; beschuldigt der konterrevolutionären trotzkistischen Tätigkeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsan-waltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. No-vember 1937 erschossen. Rehabilitiert am 31. Oktober 1988. Bestattungsort Bu-tovo. Ausführlicher Wikipedia-Artikel hier.
 
Heinze, Gustav (Vater Gustav), geb. 1899 in Deutschland, Bootsmann der Nördlichen Handelsflotte der UdSSR; Datum und Grund der Verhaftung und Einweisung in das Lager Solovki nicht angegeben; auf Beschluss der Sonder-beratung der NKVD-Verwaltung für das Leningrader Gebiet mit weiteren1110 Häftlingen dieses Lagers im Oktober 1937 in den Forst Sandormoch/ Karelien überführt und dort am 1. November 1937 erschossen.
 
Hentschke, Willi (Vater Robert), geb. 1910 in Berlin, Deutscher, aus einer An-gestelltenfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Chemiker/Techniker im che-mischen Kombinat Voskressenskij, wohnhaft in der Siedlung Krivjakino, Vosk-res-sensker Rayon, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 8. August 1937; beschuldigt der Teilnahme an einer Diversions- und Spionagegruppe, von der Kommis-sion des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 18. Juni 1956. Bestattungsort Butovo.
 
Hinz, Karl (Vater Karl), geb. 1885 in Hamburg, Deutscher, aus einer Arbeiter-familie, mittlere Bildung, parteilos; Abteilungsleiter in der Spulenfabrik »Dzerz ˇinskij«, wohnhaft in Moskau, ul. Molodez ˇnaja 14. Verhaftet am 3. Au-gust 1937; beschuldigt der konterrevolutionären faschistischen Agitation und der Schädlingsarbeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwalt-schaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Höflich (russ. Geflich), Gertrud (Vater Georg), geb. 1911 in Berlin, Deutsche, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos, seit März 1933 in der UdSSR; Lehrerin in Moskau, dann Hausfrau, wohnhaft ul. Fabric ˇnaja 30 in Kuncevo, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 20. Juni 1937; beschuldigt der Spio-nage, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Höflich (russ. Geflich), Karl (Helly, Georg; Vater Anton), geb. 1896 in Buda-pest, Ungar, aus einer Arbeiterfamilie, nicht abgeschlossene Hochschulbildung, während der Revolution 1919 in Ungarn Vorsitzender des Revolutionären Mi-litärtribunals, dann Mitarbeiter im zentralen Apparat der KPD, seit März 1933 in der UdSSR; Technologieingenieur im Werk »KIM«, wohnhaft ul. Fabric ˇ-naja 30 in Kuncevo, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 22. Mai 1937; von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. Novem-ber 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Jan, Wilhelm (Hahn, Hans; Vater Wilhelm), geb. 1910 in Wedel a. d. Lippe, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, seit 1932 KPD; Tischler in einem Rü-stungsbetrieb des Sojussnabossoaviachim, wohnhaft in Moskau, Tus ˇino, Pla-nernyj zavod, Baracke 1. Verhaftet am 1. November 1937; beschuldigt des Ver-dachts der Spionage und konterrevolutionärer faschistischer Agitation, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 4. September 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Kloss, Michael (Vater Nikolay), geb. 1905 in der Westukraine, Mitglied der KPD (1925), zuletzt Arbeiter in Charkow; Datum und Grund der Verhaftung und Einweisung in das Lager Solovki nicht angegeben; auf Beschluss der Be-sonderen Beratung der NKVD-Verwaltung für das Leningrader Gebiet mit weiteren 1110 Häftlingen dieses Lagers im Oktober 1937 in den Forst Sandor-moch/Karelien überführt und dort am 1. November 1937 erschossen.
 
Lang, Eugen (Vater Xaver), geb. 1910 in Oberndorf/Neckar, Deutscher, aus ei-ner Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, seit 1930 KPD. Schlosser im Werk Nr. 8 »Moss ˇtamp«, wohnhaft in Moskau, ul. Bol's ˇaja Spasskaja 19. Verhaftet am 9. August 1937; beschuldigt faschistischer Agitation und der Teilnahme an ei-ner terroristischen Spionageorganisation im Kolomensker Werk für Maschi-nenbau, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 er-schossen. Rehabilitiert am 29. September 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Leow, Hans (Vater Wilhelm), geb. 1907 in Brandenburg/Havel, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, Maschinensetzer, zuletzt KPdSU; Set-zer und Linotypist in der 7. Druckerei »Iskra revoljucii«. Verhaftet am 10. Sep-tember 1937; beschuldigt der engen Verbindung zu verurteilten Trotzkisten, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November
 
Lichtenstein, Josef (Vater Leon), geb. 1902 in Polen, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, Modelltischler, seit 1930 KPD, seit Juni 1932 als Facharbeiter in der UdSSR; Modellierer im Autowerk »Stalin«, wohnhaft in Moskau, Vy-stavoc ˇnyj pereulok 16a. Verhaftet am 27. Oktober 1937; beschuldigt, auf be-trügerische Weise in die UdSSR gekommen und im Ausland Mitglied einer konterrevolutionären Spionageorganisation gewesen zu sein, sowie der Ver-bindungen zu den Botschaften von Polen und Österreich, von der Kommis-sion des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 2. No-vember 1955. Bestattungsort Butovo.
 
Lubs, Wilhelm (Vater Wilhelm), geb. 1902 in Berlin, Deutscher, aus einer Ar-beiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Meister im Kolomnaer Maschinen-bauwerk, wohnhaft in Bocmanovskoje S ˇosse 87, Kolomna, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 29. Juli 1937; beschuldigt der Spionage und terroristischer Tätig-keit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR
am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 16. Februar 1959. Bestattungsort Butovo.
 
Margies, Rudolf (Vater Rudolf), geb. 1917 in Bochum, Deutscher, mittlere Bildung, seit 1929 in der UdSSR; Dreher an der Revolverbank im Transforma-torenwerk des Moskauer Elektrokombinats, wohnhaft in Moskau, ul. Stro-mynka 23. Verhaftet am 10. September 1937; beschuldigt der Nichtanzeige des konterrevolutionären Vaters und der Spionage, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode ver-urteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
 
Meier (russ. Mejer), Ernst (Vater Ernst), geb. 1903 in Hildesheim? (russ. Gil-lessaim), Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, Grundschulbildung, seit 1927 KPD; Schlosser im Platin-Nadelwerk »KIM«, wohnhaft Kazac ˇij lug 18, Kun-cevo, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 29. August 1937; beschuldigt des Ver-suchs, während der Untersuchung seinen Besuch der deutschen Botschaft zu verbergen, sowie der Teilnahme an einer faschistischen Gruppe, von der Kom-mission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
Metzger, Arnold (Wegener, Georg; Vater Leon), geb. 1899 in Polen, Deutscher, aus einer Kleinbürgerfamilie, mittlere Bildung, Tischler, seit 1912 Freie soziali-stische Jugend Österreichs, seit September 1931 KPD, aus Deutschland ausge-wiesen, seit 1934 in der UdSSR; außenpolitischer Redakteur, Assistent des verantwortlichen Sekretärs der »DZZ«, wohnhaft in Moskau, Vystavoc ˇnyj pe-reulok 16a. Verhaftet am 16. Februar 1938; beschuldigt der Spionage für Deutschland, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft derUdSSR am 29. Juli 1938 zum Tode verurteilt, am 16. August 1938 erschossen. Rehabilitiert am 1. November 1957. Bestattungsort Butovo.
Müller-Brodin, Therese (Vater Josef), geb. 1898 in Rosenheim; Hausfrau, wohnhaft in Pskov, ul. Michajlovskaja 4. Verhaftet am 11. November 1937, vom Staatsanwalt und dem Chef der NKVD-Verwaltung für das Leningrader Ge-biet am 8. Dezember 1937 zum Tode verurteilt, am 15. Dezember 1937 er-schossen. Bestattungsort Levas ˇovo/Leningrad.
Mündel, Paul (Vater Otto), geb. 1909 in Halle/Saale, Deutscher, aus einer Ar-beiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Instrukteur beim Moskauer Baukon-tor des NKVD, wohnhaft in Moskau, ul. Bol's ˇaja poc ˇtovaja 18/20. Verhaftet am 11. September 1937; beschuldigt der Spionage für Deutschland, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. No-vember 1937 zum Tode verurteilt, erschossen am 3. November 1937. Rehabili-tiert am 24. Oktober 1957. Bestattungsort Butovo.
 
Neumann, Nathan (Vater Abraham), geb. 1897 in Warschau, Jude, aus einer Arbeiterfamilie, Buchbinder, seit 1923 KPD, emigrierte 1933 nach Paris, seit 1934 in der UdSSR; Meister in der Buchbinderei der Druckerei »Detskaja kniga«, wohnhaft in Moskau, ul. Brjanskaja 28. Verhaftet am 5. August 1937; beschuldigt der konterrevolutionären Tätigkeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 5. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 23. März 1957. Bestattungsort Butovo.
Olbricht, Rolf (Müller, Rudolf; Vater Ernst), geb. 1900 in Leipzig, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, KPD; Fräser im Werk Nr. 230, wohnhaft in Moskau, ul. Obucha 3. Verhaftet am 29. Juli 1937; beschuldigt der Verbindungen zu Agenten des deutschen Geheimdienstes, der Spionage und der Diversionstätigkeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwalt-schaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1938 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
Reider (Kogrossi), Alexander (Vater Anton), geb. 1902 in Berlin, in der UdSSR seit 1930. Datum und Grund der Verhaftung nicht angegeben, kam um 1936 in das Lager Solovki, von dort im Oktober 1937 in den Forst Sandormoch/ Karelien überführt, wo er neben weiteren 1110 Häftlingen auf Beschluss der Sonderberatung der Verwaltung des NKVD für das Leningrader Gebiet am 1. November 1937 erschossen wurde.
Ri(y)ndhorn, Herschel (Vater Schmul) geb. 1877 in Deutschland, Deutscher, aus einer Angestelltenfamilie, Grundschulbildung, parteilos; Meister in der Obuchover Teppichfabrik, wohnhaft in Noginsk, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 26. September 1937; beschuldigt der konterrevolutionären faschistischen Tätigkeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 13. November 1937 er-schossen. Rehabilitiert am 6. August 1959. Bestattungsort Butovo.
Schilde, Wolfgang (Broswitz, Alfred; Vater Walter), geb. 1915 in Danzig, Deut-scher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Kontrolleur im Werk »E · lektrostal'«, wohnhaft Werksiedlung in Noginsk, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 29. Juli 1937; beschuldigt der Spionage, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 28. No-vember 1989. Bestattungsort Butovo.
Schochel, Rudolf (Vater Josef), geb. 1899 in Österreich-Ungarn, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, 1921-1925 KPD; Tischler im Werk Nr. 161, wohnhaft in Moskau, Maskov pereulok 8. Verhaftet am 3. August 1937; beschuldigt der konterrevolutionären Tätigkeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 4. Oktober 1989. Bestattungsort Butovo.
Schüchel, Rudolph (Vater Joseph), geb. 1899 in Rumburg/Österreich-Ungarn (Tschechoslowakei), Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, 1921-1925 KPD; Tischler im Werk Nr. 161, wohnhaft in Moskau, Maskov pe-reulok 8. Verhaftet am 3. August 1937; beschuldigt konterrevolutionärer Tätig-keit, von der Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 4. Oktober 1989. Bestattungsort Butovo.
Schwadtke, Paul (Vater Wilhelm), geb. 1903 in Berlin, aus einer Arbeiterfami-lie, mittlere Bildung, parteilos; Schlosser im Werk »Krasnyj s ˇtampovs ˇc ˇik«, wohnhaft in Moskau, ul. Pasec ˇnaja 1. Verhaftet am 3. August 1937; beschuldigt der Verbindungen zu in Deutschland lebenden Personen und der konterrevo-lutionären Tätigkeit, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwalt-schaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 2. Oktober 1957. Bestattungsort Butovo.
Stoll, Otto (Granz, Bruno; Vater Gottfried), geb. 1880 in Callenberg/Sachsen, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, Bäckermeister, seit 1903 SPD, seit 1919 KPD, 1920-1926 MdL in Sachsen, Redakteur des »Kämpfer«, emigrierte im März 1933 in die C ˇSR, kam 1937 in die UdSSR; stellv. Direktor der Bäckerei Nr. 47 des Mosgortrest, wohnhaft in Moskau, 2. Centrosojuznyj pereulok 13. Verhaftet am 4. September 1937; beschuldigt der Spionage für Deutschland und der systematischen konterrevolutionären Agitation, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 4. Juli 1957. Bestattungsort Butovo.
Subkleve, Friedrich (Vater Karl), geb. 1911 in Hamburg, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Verputzer im Werk Nr. 69, wohn-haft Siedlung Krasnogorsk in Pavs ˇino, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 29. Juli 1937; beschuldigt der Spionage und antisowjetischer Agitation, von der Kom-mission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestattungsort Butovo.
Taubenberger, Heinz (Vater Hermann), geb. 1915 in Frankfurt/Main, Sohn ei-nes professionellen Revolutionärs, mittlere Bildung, parteilos; wohnhaft in Moskau, ul. 2. Boevskaja 8. Verhaftet am 10. September 1937; beschuldigt der Nichtanzeige der konterrevolutionären Verbindungen seines Vaters, Tauben-berger Hermann, zum Trotzkisten Erich Wollenberg, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 20. April 1959. Bestattungsort Butovo.
Ausführlicher Wikipedia-Artikel über den Vater und die Familie hier.
Ulbricht, Richard (Vater Christopher), geb. 1873 in Altenburg, aus einer Ar-beiterfamilie, Dreher, seit 1913 SPD, seit 1919 KPD, seit 1930 als Facharbeiter in der UdSSR, seit 1931 KPdSU; Dreher in der Abteilung für technische Si-cherheit des Werkes Nr. 3 in Orechovo-Zujevo, wohnhaft ul. Leninskaja 65 in Orechovo-Zujevo, Moskauer Gebiet. Verhaftet am 20. September 1937; be-schuldigt der Spionage für Deutschland, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt,am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 15. September 1989. Bestat-tungsort Butovo.

Winzenrid? (russ. Wincenrid), Mathias (Vater Thomas), geb. 1896 in Rottweil, Deutscher, aus einer Arbeiterfamilie, mittlere Bildung, parteilos; Instrukteur im 2. Uhrenwerk, wohnhaft in Moskau, Tovaris ˇz ˇeskij pereulok 27/24. Verhaf-tet am 3. August 1937, beschuldigt der Spionage, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 11. Mai 1961. Be-stattungsort Butovo.
Küpper, Karl (Vater Walter), geb. 1912 in Metz/Frankreich, Deutscher, mitt-lere technische Bildung, parteilos; Elektroschweißer im Moskauer Waggon-ausbesserungswerk, wohnhaft in Moskau, Protoc ˇnyj pereulok 10. Verhaftet am 1. November 1936; beschuldigt der Spionage und terroristischer Diver-sionstätigkeit, vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR am 3. Oktober 1937 zum Tode verurteilt und an diesem Tag erschossen. Rehabili-tiert am 20. Juni 1990. Bestattungsort Friedhof Donskoe.
Stahl, Heinrich (Vater Johann), geb. 1882 in Lettland, Deutscher, aus einer Bauernfamilie, Grundschulbildung, 1918-1921 KPdSU; zuletzt ohne bestimmte Tätigkeit, wohnhaft in Moskau, ul. Tichvinskaja 16. Verhaftet am 13. April 1937; beschuldigt der Äußerung konterrevolutionärer trotzkistischer Ansich-ten und der Verbreitung provokatorischer Erfindungen über die Politik der KPdSU, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 er-schossen. Rehabilitiert am 29. September 1989. Bestattungsort Butovo.
T(h)om, Hermann (Vater Johann?), geb. 1873 in Lettland, Deutscher, Sohn ei-nes Matrosen, Grundschulbildung, KPdSU; Meister in der Gießerei des Wer-kes Nr. 3 »Kalinin«, wohnhaft in Moskau, Runovskij pereulok 10. Verhaftet am 23. September 1937; beschuldigt der konterrevolutionären faschistischen Agi-tation und der Verbreitung provokatorischer Gerüchte, von der Kommission des NKVD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 1. November 1937 zum Tode verurteilt, am 3. November 1937 erschossen. Rehabilitiert am 14. Sep-tember 1989. Bestattungsort Butovo.
Willert, Fritz, geb. am 30. August 1908 in Warkhallen bei Guben, Hafenarbeiter, wohnte in Hamburg, emigrierte in die UdSSR. Am 21. November 1937 ver-haftet, zum Tode verurteilt, am 5. Januar 1938 in C ˇeljabinsk erschossen. Reha-bilitiert 1997.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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